Das Fach Geschichte am Gymnasium St. Michael

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Jakob Ehrhardt  / www.pixelio.de

Die Auseinandersetzung mit Geschichte fördert die Entwicklung einer eigenen Identität sowie die Fähigkeit zur selbständigen Urteilsbildung und schafft damit die Grundlage für das Wahrnehmen eigener Lebenschancen sowie für eine reflektierte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten. Insbesondere zur Sensibilisierung für unterschiedliche Geschlechterperspektiven, zur Werteerziehung, zum Aufbau sozialer Verantwortung und zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft kann das Fach Geschichte einen entscheidenden Beitrag leisten, indem es zeigt, wie menschliche Gesellschaften entstanden sind, wie diese sich in den Dimensionen Zeit und Raum entwickelt haben und welche Entwicklungsprozesse bis in die Gegenwart hinein wirken, gesellschaftliche Verhältnisse prägen und dadurch Urteilen und Handeln der Menschen sowie ihr Planen in die Zukunft beeinflussen. Das Fach trägt auch zur Orientierung bei, indem es bei der Beschäftigung mit vergangenen Zeiten oder anderen Kulturen Fremdes, ggf. auch Alternativen zum "Hier und Jetzt", aufzeigt. Die historische Gebundenheit des gegenwärtigen Standortes wird so erkennbar, die Möglichkeit zu dessen kritischer Würdigung eröffnet und die Ausbildung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins ermöglicht.

 

 

 27 Birkenau

Exkursion des LK Geschichte (Q2 - 2016) - Auschwitz-Birkenau

Die Schülerinnen und Schüler sollen verstehen lernen, „dass die Darstellung von Geschichte nicht einfach als Sammlung von Fakten anzusehen ist, sondern Fragen folgt, die aus der Gegenwart an die Vergangenheit gestellt werden und damit von jeweiligen Interessen abhängig sind.“ (KLP Geschichte Sek.I, S.18/19) Historisches Denken ist geprägt durch Multiperspektivität. Das Fach Geschichte befähigt die Schülerinnen und Schüler so zur kompetenten Teilhabe am gesellschaftlichen Umgang mit Geschichte, an der Geschichts- und Erinnerungskultur, sowie zur aktiven Mitwirkung und Mitgestaltung unseres demokratischen Gemeinwesens. (s. zu diesen Abschnitten den Entwurf für den neuen KLP Geschichte, Sek.II)

Im Sinne christlicher Werteorientierung stellt der Geschichtsunterricht die Frage nach der Schuld; er problematisiert das Freund-Feindschema und stellt die Multikausalität historischer Prozesse heraus. Wir verstehen Geschichte als ein Fach,

  • das die Leidens- und Befreiungsgeschichte des Menschen in den Mittelpunkt stellt (Revolutionen, staatstheoretische Entwicklungen, Sozialgeschichte, Frauengeschichte),
  • das einen Beitrag leisten kann zur Erziehung zu Mitgefühl und Solidarität mit den Schwachen und Unterdrückten,
  • das sich im Sinne einer christlichen Erinnerungskultur grundsätzlich kritisch gegenüber allen ideologischen Freiheitsbegriffen verhält, die das Ziel ihrer Entwicklung genau zu kennen vorgeben,
  • das Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert, „dass soziale Macht und Herrschaft nicht einfach hingenommen werden dürfen, sondern dass sie sich angesichts des konkreten Leidens immer neu rechtfertigen müssen.“ (J.B.Metz, Glaube in Geschichte und Gesellschaft, Mainz 1980, S.100),
  • das eine konkrete Anbindung an das "Leitbild der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn" gewährleistet. 

Über den normalen Geschichtsunterricht hinaus, der sich am Lehrplan der Landes NRW orientiert, legt die Fachschaft Geschichte vor allem sehr großen Wert darauf, durch außerunterrichtliche Aktivitäten und Angebote die Unterrichtsinhalte zu vertiefen. Hier wäre vor allem zu nennen:

  • die Teilnahme an Wettbewerben
  • Autorenlesungen
  • Zeitzeugenberichte aus der NS – Zeit
  • die Vorbereitung und Durchführung von Projekten in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (z.B. der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Anne-Frank-Zentrum usw.)
  • Ausstellungen
  • Mögliche Einbindungen des Faches in Schulwanderungen und Exkursionen:
    • Klasse 6: z.B. Museum und Park Kalkriese (Varusschlacht);
    • Klasse 8: z.B. Industriemuseen in Bielefeld und Hagen (Freilichtmuseum)
    • Klasse 9: z.B. Exkursionen nach Wewelsburg, Dortmund (alte Steinwache), Essen (alte Synagoge)
Text: Elisabeth Cremer
(11/2016)
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