Michaelsschülerinnen zeigen mit anderen Jugendlichen ihre Fotoarbeiten im Diözesanmuseum

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Dr. Andreas Kolle (l.) zusammen mit Dr. Heike Bee-Schroedter und Domprobst Joachim Göbel bei der Eröffnung der Ausstellung im Diözesanmuseum

Am 27. Januar war es soweit: 12 junge Teilnehmer eines Foto-Workshops präsentierten ihre besonderen Blicke auf den Dom im Foyer des Diözesanmuseums.

Ihre Fotografien vom Langhaus der Kathedrale, ihrem Gewölbe, den Perspektivgittern oder dem Chorgestühl, dem beleuchteten Domturm oder auch den Grabplatten im Kreuzgang wirken überraschend und lassen das jahrhundertealte und für Paderborner so selbstverständlich zum Stadtbild gehörende Gebäude in einem neuen Licht erscheinen. So weisen sie auch auf originelle Weise schon auf die neue Sonderausstellung GOTIK -  Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa (21.09.2018 – 13.01.2019) hin, die ab September im Diözesanmuseum präsentiert wird.

 

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Die Idee für den gleichnamigen Fotoworkshop entwickelte die Museumspädagogin Dr. Heike Bee-Schroedter zusammen mit OStR Dr. Andreas Kolle, Beauftragter für Begabungsförderung des Gymnasiums St. Michael, einer Kooperationsschule des Diözesanmuseums. Der mehrtägige Kurs sollte Schülerinnen und Schülern als Handynutzer das so selbstverständliche Fotografieren als eine individuell zu steuernde Technik und zugleich als Kunst vermitteln: Ein Foto muss nicht nur ein schneller illustrierender Schnappschuss sein. - Mit einem Foto kann man seine Umgebung oder auch ein persönliches Thema ausdrucksstark interpretieren.

Angeregt durch die großformatigen Fotos des bekannten Foto- und Videokünstlers Christoph Brech in der aktuellen Ausstellung "More Than Rome" im Diözesanmuseum war es das Ziel des Workshops, den Teilnehmern den Umgang mit Blende und Belichtungszeit sowie mit Gestaltungsprinzipien und Wirkungsweisen unterschiedlicher Perspektiven vertraut zu machen. Der benachbarte Dom mit seiner faszinierenden Architektur, seinen künstlerischen Details und den besonderen Lichtverhältnissen und Räumen bot dafür ein attraktives und vielschichtiges Bildmotiv.

Die Museumspädagogin konnte für dieses Projekt die beiden Paderborner Diplom-Designer und Profifotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler begeistern, die als Experten ihr fachliches Know-how  an die jungen Teilnehmer engagiert und geduldig weitergaben.

Aufmerksam wurden die 12 Jugendlichen auf dieses besondere Mitmach-Angebot durch das Netzwerk Begabungsförderung OWL der Bezirksregierung Detmold, das alljährlich für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler außerschulische Angebote zusammenstellt, bewirbt und auch abschließend präsentiert. Eine großzügige finanzielle Unterstützung durch die assoziierte Osthushenrich-Stiftung hat die Durchführung des Workshops erst möglich gemacht.

Die hoch motivierten Jugendlichen kamen in ihrer knapp bemessenen Freizeit an drei zeitintensiven Wochenenden nicht nur aus Paderborn, sondern einige machten sich auch aus Minden, Gütersloh und Bielefeld auf den Weg. Sie lernten schnell den Umgang mit Blende und Belichtungszeit, fotografierten begeistert bei Wind und Wetter die Außenfassade des Doms und wählten ungewöhnliche Perspektiven um mit und ohne Stativ den Dom in all seinen Facetten vor die Linse zu bekommen.

Eine Auswahl ihrer besten Ergebnisse kann jetzt in einer Werkschau im Foyer des Diözesanmuseums vom 27.01. – 11.02. 2018 besichtigt werden. 

Die folgenden Schülerinnen des Gymnasiums St. Michael stellen aus: Milena Berning, Edda Kluthe, Johanna Wandel (alle Jgst. 8) und Merle Schröder (Jgst.9)

Text/Fotos: Dr. Heike Bee-Schroedter (Diözesanmuseum)