Die Klassen G 5c, G 7b und G 7c schauen Restauratorin über die Schulter und bekommen Einblicke in die Fotoausstellung von Christoph Brech.

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Diplom-Restauratorin Inge Otto an ihrem Arbeitsplatz in der Schauwerkstatt im Diözesanmuseum

Die Schülerinnen der Klassen G5c, G7b und G7c nutzten die Gelegenheit, die vom Diözesanmuseum angebotene Schauwerkstatt zu den Restaurierungs-arbeiten von Domfunden zu besuchen.

Während die Diplomrestauratorin Inge Otto zunächst jeweils eine kleine Gruppe der Klasse über das Tätigkeitsfeld der Restaurierung informierte, begab sich die andere Gruppe mit Frau Bee-Schroedter und der Praktikantin Frau Rojahn in die Fotoausstellung von Christoph Brech. 

Dort wählten die Mädchen ihr persönliches Lieblingsfoto aus, welches dann den Mitschülerinnen präsentiert wurde. Zunächst unbewusst wahrgenommene Eindrücke konnten im Gespräch zum Ausdruck gebracht werden. Als besonders beeindruckend empfanden die Schülerinnen die auf den ersten Blick ungewöhnliche Wahl der Perspektive und das Zusammenspiel mit den Lichtverhältnissen. 

 

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Klasse G 5c mit der Restauratorin Frau Otto und Fundstücken einer Rosette aus dem Paderborner Dom

Einige Schülerinnen aus den beiden Jahrgängen hatten für Frau Otto ihre Fragen in Form eines Interviews vorbereitet.

Interview von Sara Lucas, Klasse G 5c:

Wie heißen Sie mit vollständigem Namen?          

Antwort: Gerlinde Otto

Was ist ihre Lieblingsfarbe?

Antwort: gelbgoldig

Was essen sie am liebsten?

Antwort: Äpfel

Warum wollten Sie Restauratorin werden?

Antwort: Ich habe mich schon immer für Kunst interessiert.

Wie lange machen Sie schon diesen Beruf?

Antwort: 20 Jahre

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Antwort: meine Zwillings-Jungs beschäftigen

Entweder/Oder

Mathe oder Deutsch?

Antwort: Deutsch

Kellnerin oder Bademeisterin?

Antwort: Kellnerin

Hund oder Katze?

Antwort: Katze

Fußball oder Tennis?

Antwort: Fußball

 

Interview von Emmaly Meyer und Emily Seifried, Klasse G 5c

Wie sind Sie dazu gekommen, Restauratorin zu werden?

Ich bin durch Zufall zum Beruf der Restauratorin gekommen. Ich wollte mein Studium der Kunstgeschichte mit handwerklichen Tätigkeiten verbinden. Mein Schwerpunkt liegt heute bei der Holz- und Gemälderestauration. Jetzt bin ich bei der Firma ars colendi in Paderborn angestellt.

Haben Sie schon einmal ein berühmtes Kunstwerk restauriert?

Nein, ein richtig berühmtes Kunstwerk habe ich bisher nicht restauriert. Aber ich habe an schönen Werken in Kirchen, zum Beispiel an einer alten Orgel, gearbeitet.

Sind Sie als Restauratorin viel unterwegs oder werden die Werke zu Ihnen gebracht?

Ja, ich bin als Restauratorin öfters unterwegs. Es kommt aber darauf an, ob die Werke transportiert werden können oder ob sie ein fester Bestandteil der Kirche sind.

Was war Ihr erstes Werk, das Sie restauriert haben?

Zu Beginn fing ich mit einem Teil aus Holz an, das aus der Barockzeit stammte.

Was restaurieren Sie insgesamt?

Insgesamt bearbeiten wir Funde, die einmal aufgefrischt werden müssen. Auch versuchen wir Zertrümmertes wieder zusammen zu puzzeln.

Mit welchem Werkzeug arbeiten Sie?

Ich arbeite mit Skalpellen und Werkzeugen, die ich einmal von einem Zahnarzt bekommen habe, dann mit Wattestäbchen zum Säubern. Ich benutze auch einen Fischleim, der aus der Schwimmblase eines Störs gewonnen wird sowie Wasser und noch viel mehr.

Wie lange haben Sie für Ihr erstes Werk gebraucht?

Ich habe eineinhalb Jahre für mein erstes Werk in Anspruch genommen.

 

Interview von Amelie Kepplin und Julia Widerspan, Klasse G7c

 „Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?“ 

„Also ich muss sagen, dass es nicht besonders geplant war. Ich habe Abitur gemacht und wusste noch nicht genau, was ich machen soll. Ich wollte gerne etwas mit Kunst machen und ich habe mich auch immer für Handwerk interessiert. Dann habe ich, um in den Beruf reinzugucken für zwei Wochen ein Praktikum in einem Restaurierungsbetrieb gemacht. Das hat mir sehr gut gefallen und dann bin ich dabei geblieben und habe Restaurierung studiert.“ 

„Wie sind Sie dazu gekommen in dieser Ausstellung mitzuwirken?“

 „Das Diözesanmuseum plante die Ausstellung und die sind dann an unsere Werkstatt herangetreten und haben gefragt, ob wir im Rahmen einer Schaurestaurierung die Steine hier bearbeiten können, anstatt sie bei uns in der Werkstatt zu haben.“ 

„Was finden Sie von den ausgestellten Sachen am schönsten?“

 „Es gibt verschiedene Sachen. Also, was ich erst mal sehr interessant finde, sind diese Bruchstücke, weil man richtig puzzeln kann. Ich habe gestern, glaube ich, zwei Stunden dran gesessen, die Bruchstücke zu vergleichen. Und dann noch viel zusammensetzen können, obwohl man das vorher nicht gedacht hat. Ich finde auch ein altes Steinbildnis vom Gericht sehr schön, weil das sehr eindrucksvoll aussieht.“

 „Was ist das älteste Ausstellungsstück?“

 „Die meisten hier ausgestellten Sachen sind, glaube ich, aus dem 13. Jahrhundert. Das sind dann eher die Kunsthistoriker, die das zeitlich genauer einordnen können.“

 „Würden Sie Ihren Beruf auch weiterempfehlen?“ 

Ja, wenn jemand Spaß daran hat, etwas handwerklich zu machen. Man muss viel Geduld haben und darf nicht nervös werden, wenn man ein paar Stunden lang quadratzentimeterweise vorgeht. Wenn man Spaß an so etwas hat, ist es ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Beruf.

 „Welches Ausstellungsstück wollen Sie als nächstes restaurieren?“

 „Wenn ich es schaffe, möchte ich als Nächstes das Steinbildnis vom jüngsten Gericht restaurieren, weil das interessant aussieht.“ 

Vielen Dank für das Interview! 

 

Die Mädchen der Klasse G 7b fassten ihre Eindrücke in Texten zusammen:

Milena Nesic, G 7b: „Mir hat der Besuch im Museum gefallen. Es war ein interessanter Einblick in den Beruf des Restaurators. Ich wusste nicht, dass man bei einer Restauration sehr vorsichtig sein muss, wenn ein Fundstück gereinigt wird. Auch die Ausstellung von Christoph Brech hat mir gut gefallen, denn ich habe noch nie so professionelle Fotos gesehen.“ 

Laura Wegener, G 7b: „Ich fand den Museumsbeuch sehr schön, vor allem die Restauration war sehr interessant. Denn es war spannend zu sehen, wie man über doch relativ kleine Bruchstücke noch so viel über Farbe und Herkunft herausfinden kann. Auch die Fotoausstellung war interessant, weil immer eine Botschaft in einem Bild versteckt war.“

Sarah Vullhorst, G 7b: „Meiner Meinung nach ist der Beruf des Restaurators sehr spannend und abwechslungsreich. Da ein Restaurator viele verschiedene Aufträge bekommt, lernt man viele unterschiedliche alte Gegenstände kennen. Außerdem ist es spannend, die Farben zu untersuchen und manchmal auch zu rekonstruieren. Die Fotoausstellung war auch sehr interessant. Man konnte Stellen von Rom nun aus anderen Blickwinkeln erleben.“ 

Texte: Klassen G 5c, G 7b und 7c, M. Ewers

Fotos: M. Ewers

 

 

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