Mensch-Jesus-Ausstellung beeindruckte die Schülerinnen und Schüler

Wanderausstellung des Erzbistums zu Gast an St. Michael

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Eröffnung der Ausstellung durch die Schulleiterin Elisabeth Cremer (r.) im Beisein der Schülerinnen und Schüler St. Michaels sowie der Schulseelsorgerin Bettina Schmidt.

Neben den beiden Schulleiterinnen Elisabeth Cremer und Gertrud Oppenhoff kamen viele Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer zur lebendigen Eröffnung der Mensch-Jesus-Ausstellung, die das LehrerInnen-Team Claria Stiegemann, Christiane Finke, Andreas Kaluza, Matthias Bergmann zusammen mit den beiden Schulseelsorgern Achim Hoppe und Bettina Schmidt, sowie den beiden Hausmeistern Jörg Hörnlein und Josef Grzeschick zuvor in einer tatkräftigen gemeinsamen Aktion aufgebaut hatte.

Nach offizieller Eröffnung durch die Schulleiterinnen  lasen einige Schülerinnen aus dem Leistungskurs Kunst mit ihrer Lehrerin Christiane Finke treffende besinnliche Texte vor: 

 

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"Mensch Jesus – das lebende Wort, das gelebte Wort, das Wort Gottes. Es hat unter uns gelebt. Erkennen wir es? Auf dem Bahnhof der Sehnsucht; in den seelenlosen Einkaufszentren; wenn wir den passenden Schuh suchen, der uns im Tagtraum zur Prinzessin werden lässt. … Der Alltag ist der Ort, an dem uns Jesus begegnet, wenn wir den Mut haben, ihn dort zuzulassen… Gott ist der Gott des Lebens, lassen wir uns sehend auf ihn ein.“ 

Nach kurzen Informationen zur Künstlerin Eva Jung durch Schulseelsorgerin Bettina Schmidt und der  Erteilung des Segens durch Pastor Achim Hoppe, ließen sich die vielen unterschiedlichen ´Menschen´ in der ´Mensch-Jesus-Ausstellung´ sogleich von den Bildern und Texten der Fotografin Eva Jung beeindrucken und gewannen so zusammen einen ersten Einblick. Dieser wird nun bis zum 18. Mai in vielen Führungen und Besuchen durch Schulklassen und Kurse vertieft. „Sich mit Gott zu beschäftigen, ist wie auf eine Reise zu gehen – man kann so viel entdecken. Gott wirkt noch heute. Er will nicht reglementieren, sondern ist den Menschen zugewandt. In der Bibel stehen Empfehlungen, wie das Leben besser gelingen kann.“, so sagt die Künstlerin selbst.

 

Hier ein schönes Beispiel vom Besuch eines Religionskurses aus der 8. Klasse mit Pastorin Birgit Düker:

 

„´Jesus, der Überraschungsgast´, das Bild finde ich richtig gut!“,sagt Julius und liest in der Bibel nach, was dort bei Lukas 19, 1-10 geschrieben steht. Es geht um den Zöllner Zachäus. „Er ist reich und begeistert sich trotzdem für Jesus. Denn der hilft denen, die nichts mehr fühlen, dass sie wieder lieben können!“,so sein Resümee.

 

„Jesus, der Korbjäger“begeistert vor allem die Jungen, die sportlich interessiert sind. „Das ist das Bild, das mir am besten gefällt!“, so verkünden sie einhellig.

 

Viele bleiben vor dem Foto von „Jesus, dem Lonely Cowboy“ stehen, nicht weil das Bild dazu so ansprechend ist, sondern die Bezeichnung „Lonely Cowboy“gefällt den Schülerinnen, die sich davor versammelt haben. Eine sagt: „Man denkt eben nicht, das Jesus dies wirklich ist, weil er doch so viele Freunde hatte und nicht einsam war.“Aber sie lesen die zum Foto angegebene Stelle in der Bibel nach und finden sich im Garten von Getsemani wieder, wo sich Jesus vor seiner Verhaftung allein gelassen fühlt, weil seine Jünger immer wieder einschlafen und seine Not nicht bemerken.

 

Auch „Jesus, der Mitbewohner“spricht eine kleine Gruppe an. Die Fotografin Eva Jung zitiert dazu aus der Basisbibel nach Joh 14, 23 „Jesus sagte seinen Freunden, dass er sofort einziehen würde, wenn jemand mit ihm in einer WG wohnen wollte. Er bringt sogar den Müll runter.“– „Gerade das mit dem Müll gefällt mir, weil das sonst niemand machen möchte.“, sagt eine Schülerin, „Es zeigt besonders, Jesus ist immer für einen da!“

 

Als einige vor „Jesus, dem Bademeister“ stehen bleiben, erklären die Schülerinnen, warum sie dieses Bild beeindruckt: „Jesus macht die Regeln und geht selbst mit gutem Beispiel voran. Er passt auf uns auf, dass uns nichts geschieht!“Pastorin Birgit Düker stellt einen weiteren Bezug zur Bibel her, indem sie an Bibelstellen erinnert, die mit Wasser zu tun haben, wie die Taufe Jesu im Jordan.

 

Auf die Frage, was Ihnen insgesamt an der Ausstellung gefällt, lautet die Antwort der Schülergruppe: „Die Bibel ist ja irgendwie nichts mehr für diese Generation, aber die Künstlerin möchte sie uns auf andere Art und Weise nahebringen. Sie möchte sie in unsere Welt übertragen.“

 

Und das scheint ihr wohl gelungen zu sein, wenn man die interessierten Schülergruppen sieht und hört, die diese beeindruckende und lebensnahe Ausstellung besuchen.

Fotos:A. Hoppe/ B. Schmidt

Text: B. Schmidt